Im Januar 1989
hatte Bettina Schneider die Idee: Hexen müssen her, Schellbronn hatte noch
nie richtige Hexen. Sie fragte einige Gardemädchen, wer Lust hätte an einem
Maskenball als Hexe zu gehen. Das Kostüm zahlte jeder selbst. Es entstanden die
Grundzüge des heutigen Häs der Schellehexen. Dieses bestand aus einem
schwarzen Rock, einem schwarzen Oberteil, einer roten Schürze, sowie einem
roten Kopftuch und einer handbemalten schwarzen Plastikmaske.
Aus dieser Gruppe entstanden 1989/90
die ersten Schellehexen mit inzwischen 9 Leuten. Nun wurde auch das Häs
erweitert: Der Schriftzug "Schellehex" auf dem Kopftuch kam hinzu,
ebenso die Schellen am Kopftuch, der Schürze und den Beinen, und die schwarze
Katze auf der Schürze. Der 1. Hexentanz wurde einstudiert.
In der Kampagne 1990/91
war es soweit, die Schellehexen sollten eine offizielle Gruppe des Narrenbundes
Schellau Schellbronn werden. Im Januar 1991 kamen die Holzmasken.

Die Hexenverbrennung wurde 1994 erstmals von den Hexen organisiert und durchgeführt. Die Hexenverbrennung hat nichts mit der Verfolgung von Frauen zu tun - nichts mit der Inquisition! Vielmehr bedeutet die Hexenverbrennung das symbolische Ende des Winters.
Die Idee, einen Narrenbaum zu stellen kam aus den Reihen der Hexen. So wurde am „Schmotzigen Dunschdich“ 1995 nicht nur der erste Narrenbaum vom Schellau gestellt, sondern auch der einzige im Enzkreis.
Auch das Schellbronner Hästreffen war eine Idee der Hexen und wurde gemeinsam mit dem Schellau umgesetzt und ein voller Erfolg.
1999 wurde dann die Hexentaufe ins Leben gerufen - alle Hexen, die nach zweijähriger Probezeit nun auf Dauer eine Holzmaske haben, wurden mit roter Grütze getauft. Die Taufe soll jedes Jahr durchgeführt werden, vorausgesetzt, es gibt einen oder mehrere Maskenanwärter.
In der Kampagne 2000/2001 - zum elfjährigen Jubiläum der Schellehexen wurden die alten Hanfzöpfe gegen Pferdeschweife ausgetauscht.
In der Zwischenzeit ist die Gruppe auf die stattliche
Anzahl von 33 Erwachsenen und immer mehr "Hexensamen" angewachsen.
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